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Story ERNÄHRUNG ROHKOST SELBSTGEMACHT GESUNDHEIT

Roher Kakao – nährstoffreich und gut für die Gesundheit

Kakao ist nicht nur ein leckeres Superfood, sondern hat bereits eine lange Geschichte in unserer Ernährung – und in meiner ganz besonders. Für mich gab es als Kind nichts Besseres als den Kakao meiner Mutter am Sonntagmorgen oder an einem verregneten Nachmittag. Er wärmte mein Herz und liess mich jegliche Anspannung vergessen.

Allerdings war der Kakao aus meinen Kindheitstagen nicht vegan und schon gar nicht rohköstlich. Im Gegenteil. Vor 30 Jahren war das erhältliche, sehr fettarme Kakaopulver noch grösstenteils mit Zucker und Molkenpulver gestreckt. Der damalige Standard eines warmen Kakaos kann mit dem heutzutage auf dem Markt erhältlichen Rohkakao und den vielen pflanzlichen Kuhmilchalternativen nicht mithalten.

Wertvolle Magnesiumquelle

Die Kakaobohne enthält über 300 uns bekannter Inhaltsstoffe und ist einer der reichhaltigsten, natürlichsten Magnesiumlieferanten überhaupt. In 100 Gramm schwach entöltem, rohem Kakaopulver warten über 400 Milligramm Magnesium darauf, den Tagesbedarf eines Erwachsenen zu decken. Magnesium kann Entzündungen hemmen, den Stoffwechsel regulieren und Kopfschmerzen lindern. Es aktiviert viele unserer Enzyme und hilft unserer Muskulatur dabei, sich zu entspannen.

Rohkakao macht glücklich

Nascht man regelmässig Kakao in Rohkostqualität, regt dieser unsere Neurotransmitter an, was dazu führt, dass sie Glückshormone ausschütten. Dazu gehört der Botenstoff Serotonin, der unser gesamtes Wohlbefinden fördert und deshalb auch als Antidepressivum eingesetzt werden kann. Beim Verzehr von Kakao produziert unser Körper zusätzlich Endorphine, die uns motivieren und positiv bestärken.

Kakao baut das Immunsystem und gutes Cholesterin auf

Die Kakaobohne enthält Flavonoide. Flavonoide sind sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Polyphenole und können unseren Körper vor Angriffen freier Radikale schützen. Diese Antioxidantien unterstützen fleissig unser Immunsystem und bauen sogar das gute HDL-Cholesterin auf, wie diese Studie der University of Hull aufzeigt. Darin wurde festgestellt, dass der Konsum von Schokolade mit einer hohen Konzentration an Polyphenole das gute HDL-Cholesterin erhöht und eine Verringerung des schlechten LDL-Cholesterins zur Folge haben kann.

Bezugsquellen für rohen Kakao

Rohkakao ist besser als die industriell gefertigte Tafel Schokolade oder andere Süssigkeiten, in denen Kakao verarbeitet und erhitzt wird. Aber wie kann man nun mit rohem Kakao leckere und nahrhafte Spezialitäten zaubern? Man kann in vielen Reformhäusern, Bioläden oder online Kakao in Rohkostqualität inzwischen als Pulver, Kakaonibs oder als ganze Bohnen beziehen.

Ich gebe beispielsweise sehr gerne ein paar herbe Kakaonibs zu meinem angewärmten Porridge. Und im Sommer verfeinere ich meinen Eis-Shake aus gefrorenen Bananen mit ein paar Löffeln Rohkostkakaopulver. Ein anderes Rezept mit rohem Kakaopulver zeige ich dir im Folgenden auf. Es kommt mit wenigen, natürlichen Zutaten aus und ist im Handumdrehen fertig.

Rezept “Rawtella” - rohköstliche Schokocreme

Das brauchst du:

  • 200g Haselnüsse (am besten in Rohkostqualität)
  • 7 Medjool Datteln
  • 4 EL flüssiges, kaltgepresstes Kokosöl
  • nach Bedarf ein Schuss Wasser oder Pflanzenmilch (beispielsweise Mandelmilch)
  • 3 EL rohes Kakaopulver
  • 1 Prise Himalayasalz
  • 0.5 TL gemahlene Bio-Vanille

Und so wird’s gemacht:

  1. Die Haselnüsse, wenn möglich, über Nacht einweichen (mindestens aber 6 Stunden) und anschliessend gut abspülen.
  2. Datteln für mindestens zwei Stunden einweichen. Anschliessend das Wasser abschütten.
  3. Die Datteln entkernen, in den Hochleistungsmixer geben und die Haselnüsse, das Kokosöl, den Kakao, das Salz und die gemahlene Vanille ebenfalls hinzugeben. Alles zu einer feinen Creme mixen. Nach Bedarf mit etwas Pflanzenmilch oder Wasser nachhelfen.
  4. In verschliessbare Gläser füllen und geniessen. Das ‚Rawtella‘ kann gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Viel Spass beim Ausprobieren und geniessen.

Much love,
Nicole

 

Was ist dein liebster Schokoaufstrich? Wofür verwendest du Kakao in deiner Küche? Sag es uns in den Kommentaren.

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